watchmi geht in die Breite! Nein, unser kleines Maskottchen hat nicht zuviele Ostereier gegessen. Hier geht es um digitale Plattformen. Erst gab's uns auf dem PC, bald kommt die erste Set-Top-Box mit watchmi in den Handel, und wenn's nach unserem Boss Ned Wiley geht dann gibt's in Deutschlands Haushalten mit Kabelanschluss statt langweiliger EPGs künftig persönliches Fernsehen - natürlich mit watchmi.
Die Kabelnetzbetreiber sind ganz Ohr. Waren sie zumindest bei ihrem jährlichen Gipfeltreffen, dem 5. Leadership Summit der Cable Holding, in Luxemburg. Es ging darum wie die "fortschreitende technologische Entwicklung in benutzerfreundliche Angebote umgesetzt werden kann, und wie deren Mehrwert sowohl für die beteiligten Unternehmen, als auch für den Verbraucher fassbar wird."
Sprich: Welche tollen neuen Features können wir anbieten und damit auch Geld verdienen?
Ganz vorne mit dabei: HDTV und 3-D Fernsehen. Die größte Herausforderung: Wie gehen die Kabelnetzbetreiber mit den neuen Internet-Diensten um die auf den neuesten TV-Geräten mit Internet-Anschluss (z.B. von Samsung, Sony und PHILIPS) angeboten werden?
watchmi, versprach Ned Wiley den Kabelnetzbetreibern, kann helfen.
Die Gründe:
- watchmi macht Fernsehen wieder zu dem was es sein soll: Ein Medium zum Zurücklehnen und Zappen. Das persönliche Fernsehen macht den Rest. Kanäle kennt jeder. Jetzt sind sie persönlich. Sonst alles wie gehabt.
- Persönliche Kanäle sind die eleganteste Art Familienkrach um den Festplattenrekorder (PVR) zu vermeiden (Fachbegriff: Multi-User): Wo andere mit Benutzernahmen und Passwort hantieren oder gar Gesichtserkennung oder Fingerabdrücke anbieten, geht watchmi ganz einfach: Jedes Familienmitglied legt sich seine eigenen Kanäle an. Einfach umschalten. Fertig. Der Clou: Viele watchmi-Nutzer legen sich neben ihren eigenen Kanälen auch gemeinsame Kanäle an. Beispiel: Ihre Filme, Seine Filme, Gemeinsame Filme. Versucht so einen bunten Mix mal mit Nutzerprofilen und Fingerabdrücken ;-)
- Sendungen die zueinander passen werden im gleichen Umfeld angezeigt – egal woher sie kommen. Wo andere EPGs strikt zwischen Internet, Video-on-Demand, den Aufnahmen auf der Festplatte und dem Live-TV trennen, finden wir bei watchmi: Es ist egal über welchen Übertragungsweg die Sendung kommt. Das Wichtigste ist doch worum es geht. Ein persönlicher Kanal nimmt Deine Lieblingssendung auf und zieht sich in Zukunft außerdem Bonusmaterial aus dem Internet oder aus dem On-Demand Angebot. Filme mit Deinem Lieblingsschauspieler werden bald angezeigt egal ob sie im TV, On Demand oder Online laufen. Du siehst alles auf einen Blick anstatt alles separat durchsuchen zu müssen.
- Personalisiertes Angebot bei beispielhaftem Schutz der Privatsphäre: Es gibt Länder da kennt der TV-Anbieter schon längst die Sehgewohnheiten jedes Haushalts und speichert diese auf zentralen Servern. Und nicht nur das: Durch geschickte Verknüpfung mit anderen Infos wie Einkommen, Adresse, Geburtsdatum und Geschlecht ist der gläserne Zuschauer mancherorts schon Realität. Die Tage der Werbung nach Schrotflinten-Art gehen zu Ende. Die Industrie setzt große Hoffnungen in personalisierte TV-Werbung. Sehr zur Sorge von Datenschützern. watchmi bringt TV-Anbietern und Zuschauern beides: Personalisierung und Privatsphäre. Denn: Die Personalisierung-Logik steht im Wohnzimmer und nicht in einem zentralen Server. Sie ist in die Set-Top-Box eingebaut. Kanalprofile werden nicht an eine Zentrale übertragen.
Weitere Referenten in Luxemburg waren Rüttger Keienburg, Direktor der Cable Holding S.A., der Luxemburger Abgeordnete Lucien Thiel, Thomas Braun, Präsident des Kabelverbandes ANGA, Klaus Merkel, Referent des Instituts für Rundfunktechnik (IRT), der Berliner Landesmediendirektor Dr. Hans Hege sowie Kabel BW Chef Harald Rösch und Dr. Andreas Siemen, Director Corporate Development von Kabel Deutschland. Moderiert wurde der Gipfel von Unternehmensberater und Publizist Werner Lauff.