Das US-amerikanische Unternehmen Knowledge Networks untersuchte, wie Menschen auf TV-Programme aufmerksam werden und sich für bestimmte Sendungen entscheiden. Mit 46 Prozent ist es zumeist TV-Werbung, die für bestimmte Programme wirbt, gefolgt von Word of Mouth mit 38 Prozent und TV-Berichterstattungen mit 32 Prozent. Der elektronische oder interaktive Programmführer (EPG) liegt mit 21 Prozent nur auf dem vierten Platz. Geht es jedoch um kurzfristige Programmplanung, also die Beantwortung der Frage: "Was läuft jetzt?", so klettert die EPG-Nutzung mit 32 Prozent auf Platz 2, hinter TV-Werbung mit 37 Prozent. Die wachsende Bedeutung der digitalen Programmführer ist somit klar erkennbar. Sie wächst mit personalisierbaren Features wie Erinnerungsfunktionen, Merklisten oder automatischer DVR-Programmierung, inklusive intelligenter Services wie Serienaufnahmen oder personalisierten Empfehlungen.
Im Online-Video-Bereich sieht es etwas anders aus. Hier bestimmt Word of Mouth, was geguckt wird - sprich, der soziale Faktor wiegt am schwersten. Auch Suchmaschinen und Netzberichterstattung spielen eine große Rolle. Der EPG wurde in der Untersuchung erst gar nicht berücksichtigt, was darauf verweist, dass die Integration von Online-Video-Content noch unbefriedigend ist. Erstaunlicherweise spielen auch soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter noch eine untergeordnete Rolle, doch dies dürfte sich mit dem vielbeschworenen Aufkommen des so genannten Social TV - der Anbindung dieser Netzwerke an den TV-Konsum - rasch ändern.
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