/ WAS 2010 ZU ERWARTEN IST

Derzeit überschlagen sich die Online-Journale und Blogs mit Prognosen für das Jahr 2010. watchmi hat sich durch das Dickicht der Orakel geschlagen und präsentiert hier nun die wichtigsten Trends für das kommende Jahr.

1. HDTV wird massenkompatibel

Immer mehr Haushalte rüsten ihren TV-Empfang auf HD-Fernsehen auf. Der derzeitige Verkaufsschlager sind HD Plus-Receiver, von denen nach Angaben des Branchenmagazins Digital Fernsehen bereits 100.000 Stück verkauft wurden. Als Umsatztreiber gelten die beiden Sport-Großereignisse des Jahres, die Olympischen Winterspiele und die Formel 1-Saison, die beide in HDTV übertragen werden. Auch immer mehr Sender strahlen per HD aus.

2. Mobile Dienste mit Mehrwert

Auch der Markt für mobile Werbung soll 2010 endlich zum vielbeschworenen Durchbruch kommen. Dreh- und Angelpunkt ist das Geotagging kombiniert mit dem steigenden Nutzen von Smartphones. Je nachdem, wo der Nutzer sich gerade befindet, bekommt er maßgeschneiderte Angebote auf sein Handy. Wer sich gerade auf der Berliner Museumsinsel befindet, könnte so einen ermäßigten Eintritt in eines der zahlreichen Kulturgüter bekommen.
Auch die Verbindung sozialer Netzwerke mit Geotagging-Funktionen ist auf dem Vormarsch. So kaufte sich Twitter gerade bei dem Unternehmen Mixer Labs ein, um die Echtzeitsuche mit Geotagging zu verbinden. So lassen sich bald auch die Twitterfreunde in der Nähe finden und spontane Treffen initiieren, was der vielbeschworenen Abwanderung der Freundschaften ins Netz deutlich entgegentritt.

3. Zielgerichtete Werbung wird Standard

Zielgerichtete Werbung, die die Interessen des Nutzers berücksichtigt, welche sich aus dem Nutzerverhalten und gezielten Angaben der Person über ihre Präferenzen ergeben, wird immer mehr zum Standard. Hier entsteht eine klassische Win-Win-Situation: Der Werbetreibende weiß, dass seine Werbung dort ankommt, wo sie Gewinn bringt - der Nutzer sieht nur die Werbung, die für ihn relevant ist und ist bereit, dafür persönliche Informationen einzutauschen. Einiger Streitpunkt: der Datenschutz muss gewährleistet sein.

4. Cloud Computing auf dem Vormarsch

Mit der immer größer werdenden Flut an Daten und datengenerierenden Endgeräten steigt der Bedarf an Speicherplatz. Zugleich gewöhnen wir uns immer mehr daran, alles überall und jederzeit abrufen zu können. Cloud Computing-Dienste, welche die Inhalte auf virtuellen Servern speichern, so dass diese von jedem beliebigen Ort aus abgerufen werden können, haben 2010 Hochkonjunktur. Email-Dienste bieten virtuellen Speicherplatz mittlerweile standardmäßig an und auch Fernsehinhalte On Demand werden immer beliebter, was die steigenden Nutzungszahlen der Mediatheken und von Seiten wie Hulu zeigt.

5. Social TV

Fernsehen war gestern, 2010 kommt Social TV. Mit den neuen Internetfähigen TV-Geräten wird die Einbindung von sozialen Netzwerken und Messaging-Diensten zum Standard werden. So kann man direkt mit seinen Freunden über das aktuelle Fernsehprogramm chatten oder seinen Freunden TV-Sendungen empfehlen.

6. Personalisierung, ein Muss

Mit der stetig steigenden Menge an Informationen und Datenfluss wird ein Merkmal für jede Applikation und jedes Programm ausschlaggebend: Personalisierung. Gerade im Bereich Handy und Smartphone, dem persönlichsten aller Endgeräte, werden die neuen Maßstäbe gelegt. Wer dem Nutzer hier nicht die Möglichkeit bietet, seine individuellen Präferenzen zu berücksichtigen, hat schweres Spiel, denn Relevanz ist hier ausschlaggebend. Besonders in der Navigation von TV- und Online-Inhalten wird die Erstellung eines persönlichen Profils immer bedeutsamer. Idealerweise paart sich dies mit einem intelligenten und automatischen Mechanismus, der neue relevante Inhalte sofort erkennt und dem Nutzer liefert, ohne dass dieser zeitintensiv danach suchen müsste.

7. On Demand schlägt Download

Der Abruf von Inhalten On Demand gewinnt zu Lasten von Downloads. Insbesondere der Umschwung auf immer kleinere und mobile Endgeräte, auf denen der Nutzer keine langen Ladezeiten akzeptiert, sondern sofortigen Genuss sucht, stützen den Trend. Wenngleich die Speicherkapazitäten der Endgeräte immer größer werden, sehen viele Nutzer den Vorteil des On Demand-Konsums: keine lästigen Festplatten, USB-Sticks, CDs, etc., die sich in der Wohnung verlieren und im Verlauf der Zeit immer unübersichtlicher werden, sondern ein Blick ins Netz und den gewünschten Content per Click jederzeit abrufen.

8. OpenID setzt sich durch

OpenID, also das Einloggen in diverse Netzwerke mit nur einer zentralen ID, kommt 2010 zum Durchbruch, unterstützt von Diensten wie Facebook Connect. Bei der wachsenden Zahl von Netzwerken und Diensten, die nach einer Registrierung verlangen, erschwert sich die Kontrolle über Passwörter und Log-ins zusehends. OpenID als zentraler Zugang erweist sich hier als äußerst nützliches Tool, zumal so ein einheitliches Profil im Netz etabliert wird, was der eigenen Credibility zu Gute kommt. Auch hier gilt jedoch: Achtung Datenschutz!

Diskutier mit uns: Was sind deine Trends für 2010?

/ LABOR! ZUTRITT AUF EIGENE GEFAHR

PC, Internet-TV, Set-Top-Boxen, Web, mobil? Diskutiert mit uns was die Zukunft bringt. Alpha- & Beta-Tests inklusive

/ LABORANTEN GESUCHT

Sag' watchmi wo's lang geht! Lust, neue Versionen zu testen, an Umfragen teilzunehmen und mitzubestimmen? Stell' dich kurz per E-Mail vor und schaue in unserem Forum vorbei.

/ NEWSLETTER

Neuheiten & Tipps von watchmi - regelmäßig neu per E-Mail.


/ SEI DABEI!